Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Leipzig

Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Leipzig
In Leipzig ist in der Nacht zum Mittwoch ein Angriff auf eine künftige Flüchtlingsunterkunft verübt worden.

Ein vermummter Mann habe einen Brandsatz durch ein geöffnetes Fenster geworfen und damit eine im Zimmer liegende Matratze in Flammen gesetzt, teilte das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum Sachsen in Leipzig mit.

In das renovierte Wohnhaus im Stadtteil Stötteritz sollten am Mittwoch knapp 60 Asylbewerber einziehen. Ob die Stadt an dem Vorhaben festhält, blieb zunächst unklar. Ein Zeuge hatte kurz nach dem Ausbruch des Feuers die Rettungskräfte gerufen. Diese konnten der Polizei zufolge größere Schäden am Gebäude verhindern.

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In den vergangenen Wochen und Monaten häufen sich bundesweit Anschläge auf zumeist noch unbewohnte Unterkünfte für Asylsuchende. Erst am Dienstag war im brandenburgischen Nauen eine als Notunterkunft vorgesehene Sporthalle abgebrannt. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus.