Familienministerin Schwesig warnt vor sozialer Spaltung

Familienministerin Schwesig warnt vor sozialer Spaltung
Der Sozialstaat muss sich besser auf die steigenden Flüchtlingszahlen einstellen, sonst könne die Flüchtlingshilde zum "sozialen Sprengstoff" werden, befürchtet Familienministerin Manuela Schwesig.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat angesichts von Forderungen nach mehr Flüchtlingshilfe vor einer sozialen Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Es bestehe "natürlich eine besondere Fürsorge, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen, und dann noch einmal ganz besonders für die, die ohne Familie zu uns kommen", sagte Schwesig am Dienstag dem Hörfunksender MDR Info in Halle. Allerdings dürfe die Flüchtlingshilfe nicht zu weniger Unterstützung etwa für Senioren oder Kinder führen.

"Das darf es nicht bedeuten. Dann wäre die Flüchtlingshilfe sozialer Sprengstoff", fügte die Ministerin hinzu. Wenn in einem Ort zwischen einer Flüchtlingsunterkunft und einer neuen Kindertagesstätte entschieden werde müsse, sei das ziemlich schwierig. Das Bemühen sei darauf ausgerichtet, "beides hinzubekommen". Insgesamt müsse sich der Sozialstaat viel stärker auf die steigenden Flüchtlingszahlen einstellen.

Schwerpunkte: Integration und Zuwanderung

Schwesig ist Schirmherrin des 80. Deutschen Fürsorgetages, der am Dienstag in Leipzig von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wird. Bei dem dreitägigen Treffen wollen 2.000 Experten über sozialpolitische und rechtliche Fragen der Teilhabe diskutieren. Ein Schwerpunktthema ist die Integration von Zuwanderern. Für Mittwoch wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Grundsatzrede erwartet.

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