"Ordensleute für den Frieden" errichten Slumhütte vor Banken

"Ordensleute für den Frieden" errichten Slumhütte vor Banken
Die "Initiative Ordensleute für den Frieden" (IOF) hat am Donnerstag vor der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main eine Slumhütte und ein "Tor der Gerechtigkeit" errichtet.

MIt der Aktion protestiere der Zusammenschluss von rund 20 Christen und Nichtchristen gegen das ungerechte kapitalistische Wirtschafssystem, in dem sich einige wenige Reiche auf Kosten der vielen Armen bereicherten, sagte der IOF-Sprecher Gregor Böckermann. Die IOF erinnerte mit der Aktion an den Beginn der monatlichen Mahnwachen vor den Doppeltürmen der Deutschen Bank vor 25 Jahren.

Bereits 1990 habe die Initiative dort eine solche Hütte errichtet, berichtete Böckermann. "Die Idee dazu kam von Günter Grass. Der Schriftsteller hatte nach einem Aufenthalt im indischen Kalkutta über die katastrophalen Zustände in den Elendsvierteln der Stadt geschrieben und die Überzeugung geäußert, dass die Bretterverschläge der Armen die großen Glaspaläste der Banken überdauern werden." Jetzt schließe sich der Kreis, sagte Böckermann.

Die "Initiative Ordensleute für den Frieden" gründete sich 1983, um gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Ost und West zu demonstrieren. Seit 1990 hält sie an jedem ersten Donnerstag im Monat eine Mahnwache vor der Zentrale der Deutschen Bank an der Frankfurter Taunusanlage.

Außerdem traten die Ordensleute in regelmäßigen Abständen mit besonderen Aktionen an die Öffentlichkeit. So leerten sie etwa 1998 unter dem Motto "Geld stinkt doch!" einen Kanister mit 20 Litern Gülle vor dem Haupteingang der Deutschen Bank aus. 2005 klauten sie der milliardenschweren Quandt-Familie in Bad Homburg ein Stück Rasen mit der Botschaft "Wenn den Armen geholfen werden soll, müssen die Superreichen zur Kasse gebeten werden".

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