Bischof July: Kirche braucht nicht zu jammern

Bischof July: Kirche braucht nicht zu jammern
Die Kirchen sollten sich aus Sicht des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July durch vermeintlich schlechte Umfragewerte und steigende Austrittszahlen nicht runterziehen lassen.

Die Kirche sei immer noch die größte Institution, die Menschen unterschiedlicher Milieus vereinen könne, sagte der evangelische Theologe am Donnerstag in einem Interview auf dem "Roten Sofa" der Kirchenpresse beim Kirchentag in Stuttgart. In der württembergischen Landeskirche etwa gebe es rund 150.000 Ehrenamtliche. "Warum sollen wir jammern" angesichts solcher Zahlen, sagte July.

Dennoch müsse sich die Kirche fragen, wie sie die Menschen weiter erreichen kann, sagte July weiter. Man müsse sich etwa um jene bemühen, die mit Kirche nichts mehr am Hut hätten. Außerdem brauche es weiter Transparenz bei den Kirchenfinanzen, die Kirchenmitglieder sollten gut informiert werden. "Wir müssen eine gläserne Kirche sein, was unser Geld betrifft", sagte July mit Blick auf Skandale wie beim umstrittenen millionenschweren Bauvorhaben des einstigen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst.  

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