Bedford-Strohm begrüßt verbindliches Zusammenleben homosexueller Paare

Homoehe

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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat sich für eine Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen.

Wenn gleichgeschlechtliche Paare den Wunsch hätten, verbindlich zusammenzuleben, begrüße er das, sagte der Theologe am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Die Gesellschaft benötige eine "neue Kultur der Verbindlichkeit", das gelte auch für ein lebenslanges Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Partner.

In der evangelischen Kirche gibt es bislang keine einheitliche Position zur Homo-Ehe. Noch wird unter Protestanten darum gerungen.  Bedford-Strohm äußerte sich kurz vor Beginn des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Stuttgart, der am Mittwochabend eröffnet werden sollte. Bis zum 7. Juni erwarten die Veranstalter über 100.000 Dauergäste. Bis zum Sonntag stehen mehr als 2.500 Veranstaltungen auf dem Programm.

Der Kirchentag steht unter dem Leitwort "damit wir klug werden". Neben Bundespräsident Joachim Gauck werden weitere Spitzenpolitiker und Prominente aus dem In- und Ausland nach Stuttgart kommen, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi und Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan.