Gabriel schlägt Lösung für Tarifkonflikt um Erzieherinnen vor

Gabriel schlägt Lösung für Tarifkonflikt um Erzieherinnen vor
Der Bund soll nach Meinung von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen abnehmen. Dann könnten die Kommunen die Erzieherinnen besser bezahlen und den aktuellen Kita-Streik beenden.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine Lösung für den Tarifkonflikt um die Erzieherinnen an kommunalen Kitas vorgeschlagen. Der "Bild am Sonntag" sagte der SPD-Chef, der Bund solle die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen komplett übernehmen. Dadurch hätten die Kommunen finanziellen Spielraum für eine faire Bezahlung der Erzieherinnen.

Gabriel mahnte, nicht die die Erzieherinnen gegen die Flüchtlinge auszuspielen. "Das wäre sozialer Sprengstoff und würde die Solidarität der Bevölkerung mit den Flüchtlingen gefährden."

Für den unbefristeten Streik der Erzieherinnen gibt es nach der Überzeugung Gabriels in der Gesellschaft Solidarität. Die Forderung nach besserer Bezahlung werde breit unterstützt. "Die erste Frage ist doch: Werden die Erzieherinnen und ihre wenigen männlichen Kollegen heute für ihre wichtige und zugleich schwierige Arbeit angemessen bezahlt?", erklärte der Vizekanzler. "Meine Antwort lautet: Eindeutig nicht."

Zugleich forderte Gabriel, die Gebühren für Kindertagesstätten bundesweit zu streichen: "Die Kita-Gebühren sollten wie bereits in Hamburg oder Rheinland-Pfalz in ganz Deutschland abgeschafft werden."

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