Der Gottesdienst zum Reformationsjubiläum 2017 wird gigantisch

Der Gottesdienst zum Reformationsjubiläum 2017 wird gigantisch
Mehr als 200.000 Menschen erwartet der Verein "Reformationsjubiläum 2017" zum Abschlussgottesdienst des Kirchentags 2017 in Wittenberg. Es wird ein Höhepunkt des Feierjahres 2017 sein. Für die fünf Großprojekte des Jahres steht aber noch nicht jedes Detail der Finanzierung.

Zum Reformationsjubiläum 2017 sind fünf Großprojekte geplant, die rund 50 Millionen Euro kosten werden. Die Finanzierung sei in Teilen noch offen, sagte der Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017, Ulrich Schneider, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mehr als ein Drittel des Geldes zahlen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und ihre Landeskirchen. Darüber hinaus würden Zuschüsse auch von Kommunen, Ländern und dem Bund erwartet. Weitere Beiträge sollen von Besuchern und Sponsoren kommen.

Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther der Legende nach 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben. Das Datum gilt als Startpunkt der Reformation. Zum Höhepunkt des Festjahres zum 500. Jubiläum, einem Gottesdienst unter freiem Himmel, werden für den 28. Mai 2017 mehr als 200.000 Besucher in Wittenberg erwartet. Er ist zugleich der Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentags, der zuvor in Berlin stattfindet, sowie fünf regionaler "Kirchentage auf dem Weg" in mitteldeutschen Städten.

Das Festwochenende im Mai ist außerdem als Auftakt der "Weltausstellung Reformation" geplant, die bis September 2017 dauern soll. "Wir wollen nach Wittenberg zurückbringen, was von dort im 16. Jahrhundert in die Welt hinausgegangen ist", sagte Schneider. Kirchen, Verbände und Organisationen werden sich in den Wallanlagen der Altstadt präsentieren. Für Besucher solle ein Eintritt von rund 20 Euro erhoben werden. "Es wird natürlich auch Ermäßigungen und Kombitickets geben", kündigte der Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017 an, der von EKD und Kirchentag getragen wird.

So lange die Gesamtfinanzierung noch nicht sicher ist, steht das Ausmaß der Planungen aber noch infrage. "Die Projekte stehen nicht grundsätzlich auf der Kippe", sagte Schneider. Man werde aber im Detail prüfen müssen, in welchem Umfang sie stattfinden.

Schon im November 2016 soll von Genf aus ein Konvoi durch 18 Länder starten und auf einem "Europäischen Stationenweg" in 66 Städten für das Reformationsjubiläum werben. An den Stationen wird ein Lastwagen Halt machen, der mit einer aufblasbaren Kugel und einem beheizbaren Veranstaltungsraum bestückt ist. Dort soll die Geschichten der Reformation damals und heute präsentiert werden.

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