UN: Im Kampf gegen Ebola fehlt halbe Milliarde Euro

UN: Im Kampf gegen Ebola fehlt halbe Milliarde Euro
Das Geld wird den Angaben der Vereinten Nationen zufolge für den Bau von Krankenstationen, den Kauf von Schutzanzügen und die Entsendung von Gesundheitspersonal gebraucht. Bislang gaben Geldgeber etwa eine Milliarde Euro.

Die Vereinten Nationen beklagen Geldmangel im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. Bisher hätten Regierungen und andere Geber mehr als eine Milliarde US-Dollar bereitgestellt, erklärte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke, am Freitag in Genf. Benötigt würden aber 1,5 Milliarden Dollar, um die tödliche Infektionskrankheit in den am stärksten betroffenen Staaten Liberia, Sierra Leone und Guinea unter Kontrolle zu kriegen.

Das Geld wird den Angaben zufolge für den Bau von Krankenstationen, den Kauf von Schutzanzügen und die Entsendung von Gesundheitspersonal gebraucht. Das Welternährungsprogramm teilte mit, seit April seien Lebensmittel an mehr als zwei Millionen Bedürftige in den drei Ländern verteilt worden.

Noch im September hatten die UN-Hilfswerke geschätzt, dass eine Milliarde Dollar für die Ebola-Bekämpfung in Westafrika ausreichen würde. Wegen der raschen Ausbreitung des Virus' wurde der Betrag erhöht. Nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation infizierten sich in Liberia, Sierra Leone und Guinea bisher mehr als 18.100 Menschen mit dem Ebola-Erreger, rund 6.500 von ihnen starben. Allerdings liegt die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher.

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