Streit um Berliner "Körperwelten"-Museum vor Gericht

Streit um Berliner "Körperwelten"-Museum vor Gericht
Der Plastinator Gunther von Hagens wollte eine Dauerausstellung mit präparierten Leichen unter dem Berliner Fernsehturm errichten. Das Bezirksamt Mitte ging dagegen vor. Nun treffen sich beide Parteien vor Gericht.

Nach dem Verbot des geplanten "Körperwelten"-Museums des Leichen-Plastinators Gunther von Hagens unter dem Berliner Fernsehturm wird der Streit im Dezember vor Gericht ausgetragen. Es gehe darum, "rechtliche Klarheit zu erlangen" und so den Weg für eine störungsfreie Eröffnung im kommenden Januar zu ebnen, teilte die Kuratorin des geplanten Museums und Ehefrau des Plastinators, Angelina Whalley, am Montag mit.

Das Berliner Bezirksamt Mitte hatte im September unter Verweis auf das Bestattungsgesetz die geplante Dauerausstellung verboten, in der konservierte Leichen und plastinierte menschliche Körperteile gezeigt werden sollen. Laut Gesetz müssen Leichen beerdigt werden. Die Initiatoren des "Körperwelten"-Museums stehen dagegen auf dem Standpunkt, dass für die Dauerausstellung keine Ausnahmegenehmigung durch den Bezirk benötigt wird.

Genau das will Whalley nun mit einer Feststellungsklage vor dem Verwaltungsgericht erreichen. Dabei verwies Whalley unter anderem auf frühere temporäre "Körperwelten"-Ausstellungen in Berlin, die ohne bestattungsrechtliche Genehmigung stattfanden. Die mündliche Verhandlung ist für den 16. Dezember angesetzt, wie das Bezirksamt Mitte als Klagegegner bestätigte. 

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