Keine Ebola-Gefahrenzulage: Bestatter in Sierra Leone streiken

Keine Ebola-Gefahrenzulage: Bestatter in Sierra Leone streiken
Bestatter in Sierra Leone, die hoch infektiöse Ebola-Opfer begraben, sind wegen offenbar nicht gezahlter Gefahrenzulagen in den Streik getreten.

Dies sagte ein Sprecher der Streikenden am Mittwoch dem britischen Rundfunksender BBC. Die zugesagte Zulage beträgt 100 US-Dollar pro Woche. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Madina Rahman erklärte, der Streik gefährde weitere Leben. Die Vorwürfe wies sie zurück.

In dem westafrikanischen Land wächst weiter die Kritik am Krisenmanagement der Regierung. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass Hilfsgüter wochenlang im Hafen der Hauptstadt Freetown gelegen hatten. Wegen eines Streits über die Zahlung von Zöllen seien Bahren, Matratzen und Schutzanzüge im Wert von einer halben Million US-Dollar nicht an Hospitäler ausgeliefert worden, berichteten örtliche Medien. Den Ministerien, die den Kampf gegen die Ebola-Epidemie kontrollieren sollen, wird seit Wochen Korruption und Unterschlagung von Hilfsgeldern vorgeworfen.

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