Mosambik: Regierung schließt Waffenruhe mit Rebellen

Mosambik: Regierung schließt Waffenruhe mit Rebellen
Die Regierung von Mosambik hat eine Waffenruhe mit der bewaffneten Oppositionsgruppe Renamo geschlossen.

Eine entsprechende Vereinbarung sei am Sonntagabend in der Hauptstadt Maputo unterzeichnet worden, berichtete die Tageszeitung "Notícias" am Montag. In den vergangenen zwei Jahren hatte es immer wieder Kämpfe zwischen Militär und Oppositions-Truppen gegeben. Mosambik wählt am 15. Oktober einen neuen Präsidenten.


Die Renamo ist die größte Oppositionsgruppe des südostafrikanischen Landes. Sie ging aus der gleichnamigen Rebellenbewegung hervor, die sich nach der Unabhängigkeit des Landes von Portugal fast zwei Jahrzehnte lang einen erbitterten Bürgerkrieg mit der Regierungspartei Frelimo lieferte. Nach einem Friedensabkommen von 1992 legte die Renamo die Waffen nieder, 2012 begann sie aber wieder mit Anschlägen.

"Wir haben eine neue Ära begonnen", sagte der Renamo-Chefunterhändler, Saimon Macuiane, nach Berichten des britischen Senders BBC. Die Waffenruhe sei ein wichtiger Schritt zu Versöhnung und dauerhaftem Frieden. Die Vereinbarung gilt seit dem späten Sonntagabend. In den vergangenen Tagen hatte die Regierung bereits Renamo-Gefangene entlassen und ein Gesetz verabschiedet, das Kämpfern Straffreiheit gewährt. Teil der Friedensvereinbarung ist, bewaffnete Renamo-Truppen in die Armee zu integrieren.

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