Unicef begrüßt geplante Stärkung der Kinderrechte

Unicef begrüßt geplante Stärkung der Kinderrechte
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat die Ankündigung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) begrüßt, die Rechte von Kindern deutlicher im Grundgesetz zu verankern.

"Angesichts schlimmer Fälle von Kindesmisshandlungen scheinen mehr und mehr verantwortliche Politiker zu begreifen, dass die Rechte der Kinder dauerhaft gestärkt werden müssen", erklärte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, am Montag in Köln.

Gesetze seien zwar kein Allheilmittel, aber die Änderung des Grundgesetzes sei ein unverzichtbarer Baustein für den wirksamen Schutz von Kinderrechten, betonte Schneider. Schwesig hatte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" eine Ergänzung im Grundgesetz angekündigt, um die Lage von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Konkret sollen demnach Kinder bei Pflegeeltern mehr Schutz erfahren. Jugendämter und Gerichte könnten sich dann bei ihren Entscheidungen, wo ein Kind leben soll, stärker nach dem Kindeswohl richten und weniger nach dem Vorrecht der Eltern, das im Grundgesetz verankert ist.

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