Das Paradies in der Kirche

Das Paradies in der Kirche

Aufmerksame Leserinnen und Leser werden sich sicher noch an unseren Artikel „Christliche Botanik“ aus dem Jahre 2011 erinnern. Über Bäume und überhaupt Natur in der Kirche schrieben wir damals. Über christliche Nächstenliebe und was das alles mit einem begrünten Kirchengebäude zu tun hat.

Mittlerweile sind dann doch über drei Jahre ins Land gegangen seit jenem denkwürdigen, unvergessenen Artikel. Aus den paar in der Birke vor der Kanzel nistenden Vögeln ist ein ganzer Vogelschwarm geworden. Und die damals, zugegeben, eher fiktive Kirche hat einen Namen bekommen: Heilig-Geist-Kirche München! Die beherbergt noch bis zum 7. September die Kunstinstallation „Garten Eden“.

####LINKS####Dort schwebt unter dem Rokoko-Kirchendach nun tatsächlich ein Schwarm weißer Tauben. Sie sind zwar nur aus Papier (andere Vögel hätte ich auch ungern dauerhaft über mir schweben), aber dennoch: Ein Vogelschwarm! In der Kirche! Wie von uns schon vor Jahren vorhergesagt! Wer hätte gedacht, dass eine unserer zugegeben manchmal etwas schrägen Ideen tatsächlich in Erfüllung gehen würde! Und sogar Bäume! Vor der Kanzel! (Na ja, grob gesagt, in der Nähe) Dazu ein Labyrinth aus Hecken, ein Brunnen, ein Kräutergarten. Mal sehen, wann tatsächlich der Braunbär zur Predigt auf die Kanzel steigt. Man darf gespannt sein.

Nun sollte sich die Heilig-Geist-Kirche nur noch mit der evangelischen Kirche in Zerbst zusammentun, die einen Klettergarten beisteuern kann. Damit könnte man dann die Papiervogelschwärme in entrückter Höhe engelsgleich aus nächster Nähe betrachten. Neue Perspektiven einnehmen. Anderen einen Vogel zeigen oder gleich deren mehrere. Denkbar wäre aber auch, dass man sich einfach mal unter diesem schön gestalteten Kirchendach zu einem einfachen, fröhlichen, erhebenden Gottesdienst trifft. Aber das tut Heilig-Geist unter dem schönen, bayerisch-direkten Titel „S’Maul halten“ sowieso.

Und der Bär sprach: Amen.

 

Fotos: @Frlpfeffer 

weitere Blogs

Der bibelenthusiastische Teil der Christenheit kennt nicht nur Texte, die zu den verschiedenen Sonntagen gehören, sondern auch Bibelverse für die Woche, für den Tag, für das Jahr - und den Monat. Der Monat März 2026 hat als Vers: „Da weinte Jesus.“ (Johannes 11,35).
Eine Wiese mit Krokussen
Gestern war Vollmond - an vielen Orten Deutschlands bot sich ein beeindruckendes Bild, da der Mond in besonderer Größe zu sehen war. „Wurmmond“ wird dieser Mond vor dem Frühlingsanfang astronomisch genannt. Das klingt nicht schön, kommt aber aus indigenen Traditionen: Indigene Menschen stehen in enger Verbundenheit mit der Natur - und so beobachten sie, dass mit diesem Mond die Würmer wieder vermehrt aus der Erde kommen: Neues Leben bricht auf, die harte Zeit des Winters ist vorbei!
Heute Abend beginnt unser jüdisches Purimfest. Dabei feiern wir die Rettung der Juden im antiken Persien vor dem Vernichtungsplan des bösen Ministers Haman. Die mutige jüdische Königin Esther ist dabei eine der wichtigsten Figuren. Und ihr Mut kann uns auch heute noch inspirieren.