Rot wie Mohn

Rot wie Mohn

Mohn liebt Sonne und warme Temperaturen. Von beidem gab es im Frühling reichlich, was diese Saison zu einem besonders guten Mohnjahr machte. Die Mohnpflanzen, die das Blumenbeet in unserem Garten im Frühjahr bevölkerten, erschienen dort uneingeladen, waren aber nicht gänzlich unwillkommen. Wer kann schon ahnen, dass sie brusthoch wachsen und alle anderen Pflanzen unter sich begraben würden... Doch das unvergleichlich satte Rot, in dem sie strahlten, ließuns alles verzeihen.

Auch bei Fahrten durch die Midlands kamen wir in den vergangenen Wochen immer wieder an Feldern und Wiesen vorbei, die wirkten, als habe ein irrer Maler seine gesamten roten Farbtöpfe ausgeleert. Mohn soweit das Auge reicht. Gestern führte uns ein Spaziergang mitten durch ein Feld, das bis zum Horizont blutrot leuchtete –das englische right of way erlaubt der Öffentlichkeit, auf public footpaths auch Privatgrundstücke, Felder und Wiesen zu durchqueren. Naja, eigentlich war es wohl einmal ein Haferfeld, aber der Klatschmohn hat eindeutig die Oberhand gewonnen.

Ich hoffe schon jetzt, dass auch das nächste Frühjahr wieder warm und sonnig wird. Allein schon wegen des sensationellen Farbspektakels, das der Mohn dann inszeniert. Sehen Sie selbst:

(alle Fotos: Anette Schweizer)

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