Gefängnisse

<p>Die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland (Hannover) ist ein Zusammenschluss von fast 300 evangelischen Pfarrer*innen in den rund 200 Justizvollzugsanstalten Deutschlands. Sie arbeiten haupt- oder nebenamtlich im Frauen-, Männer- und Jugendvollzug, in der Abschiebungs-, Untersuchungs- und Strafhaft, in sozialtherapeutischen Anstalten und forensischen Kliniken. Seelsorgliche Gespräche stehen unter dem Schutz des Seelsorge- und Beichtgeheimnisses. Aufgaben der Konferenz sind es, die Zusammenarbeit und die Weiterbildung der Mitglieder zu fördern sowie die Anliegen der Konferenz in Kirche, Staat und Gesellschaft zu vertreten. Ferner soll die Hilfe an straffällig gewordenen Menschen aktiviert werden. Die seelsorgerliche Verschwiegenheit und das Zeugnisverweigerungsrecht ist Grundlage und wesentliches "Instrument" in der Seelsorge. Dies gilt auch für Aufzeichnungen, die sich ein Gefängnispfarrer im Rahmen seiner Tätigkeit macht. Ebenso dürfen die Seelsorger und ihre Telefone nicht überwacht werden. Grundlage für die Seelsorge in den deutschen Justizvollzugsanstalten ist der Artikel 4 des Grundgesetzes, der die uneingeschränkte Religionsausübung gewährleistet. Auch durch internationale Konventionen ist die Seelsorge im Strafvollzug garantiert. Katholische Pfarrer in Gefängnissen sind in der Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. zusammengeschlossen.<br />
<a href="http://www.gefaengnisseelsorge.de" target="_blank">http://www.gefaengnisseelsorge.de</a></p>