Gottesdienst

Glaube ist viel mehr als nur Privatsache. Wer an Gott glaubt, kann sich immer wieder mit anderen versichern, dass Gott bei uns ist. Im Gottesdienst ist Gott in vielerlei Weise erfahrbar, die sonst verborgen bleiben kann: In der Gemeinschaft, im Gesang, im Abendmahl, in den biblischen Geschichten. Vielleicht ist der Gottesdienst das tollste Angebot der Kirche.
Lieber Herr Muchlinsky,

 

meine Partnerin und ich haben eine kleine, fast 2 jährige Tochter. Bis vor kurzem habe ich noch mit einem Freund regelmäßig Gottesdienste besucht. Meine Partnerin und meine Tochter sind hin und wieder mal mitgekommen.

Seit ca. Ostern ist meine Tochter in den Gottesdiensten leider sehr aktiv und wir sind dadurch gezwungen, mit ihr hin und her zu gehen, da sie sonst quengelig wird, wenn sie immer im Buggy sitzen muss.

Mein Kumpel fühlt sich seit kurzem leider durch meine Tochter im Gottesdienst gestört und sagt, dass er sich nicht auf die Predigt konzentrieren kann, wenn wir auf und ab laufen und kommt seitdem nicht mehr mit uns zum Gottesdienst, es sei denn, meine Partnerin und meine Tochter bleiben zu Hause, was mein Kumpel auch gefordert hat.

 

Das Problem ist, dass wir leider fast keinen Babysitter haben. Die Oma kann nicht mehr aufpassen und unsere Freunde sind quer durch die ganze Stadt verteilt. Wir sehen das allerdings auch nicht wirklich ein, unsere Tochter abzuschieben und quer durch die ganze Stadt zu fahren, nur damit mein Kumpel und eventuell auch andere den Gottesdienst genießen können. Jesus hat ja selber gesagt, dass man die Kinder zu ihm kommen lassen soll.

Uns hat das Verhalten des guten Freundes ein wenig verletzt.

Und nun die Frage an Sie: Hat unser guter Freund doch recht oder sollen wir sie weiterhin mitnehmen? Wie gehen Sie als Pastor mit Kleinkindern im Gottessdienst um? Und wie sollte man sich mit einem Kleinkind im Gottesdienst am besten verhalten?

 

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Alexis