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Gottesdienst
Sehr geehrter Herr Muchlinsky,
mein Mann und ich haben katholisch geheiratet. Ich bin katholisch, er ist evangelisch.
Unser kath. Pfarrer weiß das. Wenn wir in die Kirche gehen, erhält mein Mann die Eucharistie von unserem kath. Pfarrer, der weiß, dass mein Mann evangelisch ist. Er hat uns getraut.
Ist es nicht so, dass es ein christlicher Akt ist? Es gibt nur einen Gott.
Egal, ob wir in die evangelische Kirche gehen, oder in die katholische Kirche, wir fühlen uns in beiden Kirchen Gott nah und empfangen das Abendmahl/die Eucharistie mit ganzem, ehrlichem Herzen
Das kann doch nicht falsch sein?
Wir würden uns über eine Antwort von Ihnen freuen.
Herzliche Grüße
Familie Bäumert
Lieber Herr Muchlinsky,
 
meine Partnerin und ich haben eine kleine, fast 2 jährige Tochter. Bis vor kurzem habe ich noch mit einem Freund regelmäßig Gottesdienste besucht. Meine Partnerin und meine Tochter sind hin und wieder mal mitgekommen.
Seit ca. Ostern ist meine Tochter in den Gottesdiensten leider sehr aktiv und wir sind dadurch gezwungen, mit ihr hin und her zu gehen, da sie sonst quengelig wird, wenn sie immer im Buggy sitzen muss.
Mein Kumpel fühlt sich seit kurzem leider durch meine Tochter im Gottesdienst gestört und sagt, dass er sich nicht auf die Predigt konzentrieren kann, wenn wir auf und ab laufen und kommt seitdem nicht mehr mit uns zum Gottesdienst, es sei denn, meine Partnerin und meine Tochter bleiben zu Hause, was mein Kumpel auch gefordert hat.
 
Das Problem ist, dass wir leider fast keinen Babysitter haben. Die Oma kann nicht mehr aufpassen und unsere Freunde sind quer durch die ganze Stadt verteilt. Wir sehen das allerdings auch nicht wirklich ein, unsere Tochter abzuschieben und quer durch die ganze Stadt zu fahren, nur damit mein Kumpel und eventuell auch andere den Gottesdienst genießen können. Jesus hat ja selber gesagt, dass man die Kinder zu ihm kommen lassen soll.
Uns hat das Verhalten des guten Freundes ein wenig verletzt.
Und nun die Frage an Sie: Hat unser guter Freund doch recht oder sollen wir sie weiterhin mitnehmen? Wie gehen Sie als Pastor mit Kleinkindern im Gottessdienst um? Und wie sollte man sich mit einem Kleinkind im Gottesdienst am besten verhalten?
 
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Alexis
Hallo Herr Muchlinsky,
komme gerade recht verstört vom Sonntagsgottesdienst zurück, und zwar aus diesem Grund: Es fanden im regulären Gottesdienst drei Taufen statt - Taufen im normalen Gottesdienst sind bei uns recht üblich und eigentlich eine nette Sache. Ich hatte nur heute den Eindruck, dass alle drei Taufgesellschaften keinerlei Bezug zur Kirche hatten, von den geschätzten 100 Gottesdienstbesuchern sind beim Vaterunser gerade mal zehn aufgestanden, vorher gab es Handy-Selfies (diese Selbstportraits) vor dem Altar, und die Geräuschkulisse in der Kirche war so störend, dass ich von der Predigt inhaltlich nichts mitbekommen habe, anderen Besuchern ging es genauso. Kurzum: Ich habe mich sehr über das Verhalten der Leute geärgert und frage mich jetzt: Habe ich das Recht dazu oder soll ich darin die Chance sehen, dass einer von ihnen vielleicht nach diesem Ereignis "bei der Kirche hängenbleibt", ist meine Sicht als regelmäßiger Kirchgänger vielleicht zu arrogant? - und ganz banal gefragt: Was würde Gott wohl zu diesem Gottesdienst sagen?