Anne Franks Geschichte in Hamburger Gefängnis

JVA Billwerder
Marcus Brandt/dpa/Marcus Brandt
In der JVA Billwerder werden Insassen mit der Leidensgeschichte von Anne Frank konfrontiert.
Prävention gegen Judenhass
Anne Franks Geschichte in Hamburger Gefängnis
Anne Franks Lebensgeschichte kommt hinter Gefängnismauern: Die Wanderausstellung "Lasst mich ich selbst sein" gastiert in der Justizvollzugsanstalt Billwerder. Gefangene führen als "Peer Guides" durch die Schau.

Die Wanderausstellung "Lasst mich ich selbst sein" zur Lebensgeschichte von Anne Frank (1929-1945) macht Station in der Hamburger Justizvollzugsanstalt (JVA) Billwerder. Die anstaltsinterne, nicht öffentlich zugängliche Schau ist seit Donnerstag in der JVA zu sehen und wird dort vier Wochen lang gezeigt, wie die Hamburger Justizbehörde mitteilte.

Gefangene, die im Vorwege der Ausstellung zu sogenannten "Peer Guides" ausgebildet wurden, führen Mitgefangene - auch aus anderen Anstalten - und Bedienstete durch die Ausstellung.

Die Schau des Anne Frank Zentrums in Berlin verbinde historische Erinnerungsarbeit mit moderner Antisemitismus- und Diskriminierungsprävention direkt hinter Gefängnismauern, informierte die Justizbehörde. 17 Gefangene der JVA Billwerder seien in einem zweitägigen Training vom Anne Frank Zentrum zu "Peer Guides" ausgebildet worden.

Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust. Ihr Schicksal wurde durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs weltweit bekannt. Frank verstarb im Februar oder März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen.