Bischof Stäbleins Vorstoß findet Unterstützer

Bischof Stäblein
Christian-Ditsch.de/Christian Ditsch
Gegen Antisemitismus müssen klare Linien gezogen werden: Bischof Stäblein will diese in der Berliner Verfassung festlegen.
Kampf gegen Antisemitismus
Bischof Stäbleins Vorstoß findet Unterstützer
Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin und Antisemitismusvorwürfen wächst der Ruf nach Konsequenzen: Bischof Stäblein fordert, die Bekämpfung von Antisemitismus in der Landesverfassung zu verankern. Die Idee findet vielfach Zuspruch.

Der Vorschlag von Berlins evangelischem Bischof Christian Stäblein zur Aufnahme der Antisemitismus-Bekämpfung in die Landesverfassung findet Unterstützung. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) erklärte auf epd-Anfrage, sie unterstütze die Idee.

Stäblein hatte seine Forderung nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vom Sonntag und Antisemitismus-Vorwürfen gegen den Wahlsieger Linke erhoben. Jüdische Bürgerinnen und Bürger sind laut GCJZ zunehmend durch antisemitische Angriffe bedroht.

Staat und Gesellschaft wären durch die Aufnahme der Bekämpfung von Antisemitismus in die Landesverfassung verpflichtet, "noch mehr" im Kampf gegen Antisemitismus zu tun - "sei er politisch von rechts oder links sowie religiös, insbesondere radikal islamistisch motiviert", hieß es weiter.

"Entschieden dagegen auftreten und laut widerstehen"

Am Dienstag hatte Stäblein auf Instagram erklärt, dass Antisemitismus eine Sünde sei und Berlin mehr benötige als "Lippenbekenntnisse". Er forderte ein Festschreiben der Bekämpfung von Antisemitismus in der Berliner Verfassung. Vorbild sei das Land Brandenburg, das im Juni 2022 diese Forderung als Landesziel festlegt hatte.

Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus war die Linke am Sonntag mit rund 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden.