Mit der Kunstaktion "Sounds of Loss" soll vom 20. bis 22. September international auf die täglichen Toten von Kriegen aufmerksam gemacht werden. Im Berliner Dom sollen 1.500 Klänge an die Zahl von Menschen erinnern, die statistisch gesehen im Verlauf eines Tages in Kriegen sterben, teilte die Kunstaktion am Montag mit. Die 49-stündige Kunstintervention wurde vom deutschen Medienkünstler Philip Gröning geschaffen.
Die individuell aufgenommenen Klick- und Klopfgeräusche sollen den Angaben nach weltweit in bestehende Abläufe und Veranstaltungen integriert werden. In New York City sollen sie in der Kathedrale St. John the Divine erklingen, während dort die Antrittsrede des designierten Präsidenten der UN-Generalversammlung gehalten wird. Die Generalversammlung der UN hat den 21. September im Jahr 2001 zum Weltfriedenstag bestimmt.
Spielorte in Verona, Singapur und Melbourne
Weitere Spielorte seien etwa die Kathedrale Santa Maria Matricolare von Verona, das Nationalmuseum Singapur, die St. Paul's Cathedral in Melbourne und die Zionskirche in Berlin.
Das "Sounds of Loss"-Projekt will laut eigenen Angaben "die sich fern unseres Lebensalltags vollziehende Realität des kontinuierlichen Sterbens in eine akustische Erfahrung" übersetzen.




