Landtag gedenkt des achtjährigen Jungen vom Frankfurter Hauptbahnhof

Landtag gedenkt des achtjährigen Jungen vom Frankfurter Hauptbahnhof
Der Hessische Landtag hat am Dienstag des achtjährigen Jungen gedacht, der Ende Juli am Frankfurter Hauptbahnhof auf die Gleise gestoßen und von einem einfahrenden Zug tödlich verletzt wurde.

Die Abgeordneten in Wiesbaden erhoben sich zu Beginn der Sitzung zum Gedenken an das Kind für eine Schweigeminute von ihren Plätzen. Die monströse Tat habe die Menschen erschüttert "und macht uns noch immer starr vor Schrecken und Mitleid", hatte Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) zuvor erklärt.

Rhein ergriff nach der Schweigeminute noch einmal das Wort und nannte es "unwürdig und moralisch zutiefst verwerflich", dass versucht worden sei, das Verbrechen für politische Propaganda zu nutzen. "Das eine ist ein fruchtbares Verbrechen, das andere eine Verrohung der Sitten", sagte der Landtagspräsident unter starkem Beifall aller Fraktionen mit Ausnahme der AfD. Man sei es der Familie des getöteten Jungen schuldig, eine solche Instrumentalisierung des Verbrechens nicht zuzulassen, sagte Rhein. Täter war ein zuletzt in der Schweiz lebender Mann aus Eritrea, der nach vorliegenden Erkenntnissen psychisch krank sein soll.

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