Denkmal-Streit um entwidmete Kirche in Hannover geht weiter

Denkmal-Streit um entwidmete Kirche in Hannover geht weiter
Das juristische Tauziehen um den Denkmalschutz für die entwidmete Corvinuskirche in Hannover geht weiter.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg werde den Fall in absehbarer Zeit verhandeln, sagte Pressesprecherin Andrea Blomenkamp am Freitag dem epd. Einen Termin habe der Senat aber noch nicht festgelegt (Az 1 LC 106/13).

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Hintergrund sind Diskussionen um einen möglichen Abriss der früheren evangelischen Kirche. Der Fall ist von grundsätzlicher Bedeutung, weil in den nächsten Jahren wegen sinkender Mitgliederzahlen zahlreiche Kirchen aus der Nachkriegszeit zum Verkauf stehen werden.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte den Denkmalschutz für die 1962 gebaute Kirche nach einer Klage der evangelischen Gemeinde Ledeburg-Stöcken in erster Instanz aufgehoben. Das Landesamt für Denkmalpflege legte daraufhin Berufung ein. "Wir halten die Kirche für ein Baudenkmal", sagte Abteilungsleiter Reiner Zittlau. Die fünfeckige Bauweise des Architekten Roderich Schröder und die zeltähnliche Dachkonstruktion höben sie vor konventionellen Kirchbauten hervor. Die Kirchengemeinde dagegen will die im Klinkerstil errichtete Kirche umbauen oder sogar abreißen lassen.