"Brot für die Welt": Palmöl-Boom auf Kosten des Regenwalds

Herstellung von Palmöl in Brasilien

Foto: epd-bild / Werner Rudhart

"Brot für die Welt": Palmöl-Boom auf Kosten des Regenwalds
Die weltweite Produktion von Palmöl ist einer Studie zufolge in den vergangenen 30 Jahren um das Zehnfache angestiegen.

Palmöl und Palmkernöl machten zusammen mittlerweile rund 39 Prozent der weltweiten Erzeugung von Pflanzenölen aus, heißt es in der Studie, die "Brot für die Welt" und die Vereinte Evangelische Mission am Mittwoch in Berlin vorstellten. Dies führe zu einem massiven Flächenverbrauch. Riesige Regenwaldflächen würden abgeholzt.

Um Plantagen anzulegen, werde die Bevölkerung oft gewaltsam vertrieben und nur unzureichend entschädigt. Die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen entsprächen zum Großteil weder internationalen Standards noch der lokalen Gesetzgebung, beklagten die beiden evangelischen Organisationen.

Palmöl dient überwiegend der menschlichen Ernährung. Darüber hinaus wird es vor allem in Europa auch als Rohstoff in der Chemieindustrie, als Treibstoff und als billiger Energieträger eingesetzt. Die größten Palmöl-Produzenten sind laut der Studie Malaysia und Indonesien mit zusammen rund 90 Prozent Marktanteil. Auch in Papua-Neuguinea, in den afrikanischen Tropen sowie in Zentral- und Südamerika wird Palmöl gewonnen.

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