WHO: Müttersterblichkeit weltweit rückläufig

WHO: Müttersterblichkeit weltweit rückläufig
Immer weniger Frauen kommen weltweit durch Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt ums Leben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am Dienstag in Genf vorgestellt wurde.

Demnach ging die Müttersterblichkeit zwischen 1990 und 2013 um 45 Prozent auf zuletzt 289.000 Todesfälle zurück. "Das ist ein deutlicher Erfolg, auch wenn das Millenniumsziel, die Müttersterblichkeit um 75 Prozent zu senken, deutlich verfehlt wird", sagte die Mitautorin der Studie, Marleen Temmerman.

Auffällig sei zudem eine Veränderung bei den Todesursachen, die in einer zweiten Studie untersucht wurden Demnach sei mehr als ein Viertel der Todesfälle - 28 Prozent - auf vorgelagerte Erkrankungen wie Diabetes, HIV, Malaria und Fettleibigkeit zurückzuführen. "Wir beobachten vor allem eine starke Zunahme von Zivilisationskrankheiten als Ursache von Müttersterblichkeit", erklärte Temmerman. Weitere Ursachen sind Verblutungen vor allem während und nach der Geburt (27 Prozent), Bluthochdruck (14 Prozent) und Infektionen (11 Prozent).

"Die Region, die die höchste Müttersterblichkeit verzeichnet, ist nach wie vor Subsahara-Afrika", sagte Temmerman. Dort und in anderen Entwicklungsländern sei der schlechte Zustand des Gesundheitssystems mitverantwortlich für die anhaltend hohe Mortalitätsrate. Während das Risiko einer 15-jährigen in Afrika, während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, bei 1:40 liege, liege das Risiko bei einem europäischen Mädchen gleichen Alters bei 1:3300.

In Deutschland kamen 2013 sieben von 100.000 Müttern während Schwangerschaft oder Geburt ums Leben (1990: 13). Im gleichen Zeitraum stieg die Rate in den USA von 12 auf 28 an. In Äthiopien lag sie 1990 bei 1400 und war 2013 auf 420 Sterbefälle gesunken. Allerdings warnten die Autoren, gerade in Entwicklungsländern mangele es an exakten Zahlen.

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