Atomkraftgegner protestierten am Tschernobyl-Jahrestag in Brokdorf

Atomkraftgegner protestierten am Tschernobyl-Jahrestag in Brokdorf
Zum 28. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl haben Atomkraftgegner am Samstag in Brokdorf bei Hamburg für die Stilllegung des dortigen Kernkraftwerks gegen Atomenergie protestiert.

Ein Bündnis von mehr als 20 Initiativen, Verbänden und Parteien hatte zu der Demonstration aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich mehr als 1.000 Menschen an dem Protest. Der andauernde Betrieb des Atomkraftwerks Brokdorf sei ein Risiko für Menschen und Umwelt, sagte Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg. Außerdem werde dadurch jeden Tag neuer schädlicher Atommüll produziert, von dem keiner wisse, wie er je entsorgt werden könne.

Der Reaktorunfall im ukrainischen Tschernobyl gilt als die bislang schlimmste Katastrophe in der zivilen Nutzung der Atomkraft. Bei dem Super-GAU in der Nacht zum 26. April 1986 kam es zur Kernschmelze. Mehrere Tonnen radioaktives Material wurden freigesetzt. Wie viele Menschen infolge der Katastrophe starben, ist bis heute unklar.

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