Familienministerin Schwesig gegen Verbot der Prostitution

Familienministerin Schwesig gegen Verbot der Prostitution
Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) lehnt ein Verbot der Prostitution ab. "Wir würden die Frauen und Männer kriminalisieren, die in der Prostitution arbeiten, ob freiwillig oder nicht", sagte Schwesig der Wochenzeitung "Die Zeit" (Ausgabe vom 10. April).

Notwendig sei allerdings, die Lage der Prostituierten zu verbessern, sagte Schwesig. Sie kündigte an, noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf zur Regelung von Prostitution vorzulegen.

Es gebe Sexarbeiterinnen, die aus freien Stücken ihren Beruf gewählt hätten, so Schwesig. Das sei zu respektieren. Viele andere dagegen seien in einer Notsituation. "Das Schlimme an der Prostitution in Deutschland ist, dass sie ohne Regeln abläuft und dass brutale Ausbeutung und Gewalt verbreitet sind." Flatrate-Sex zum Beispiel müsse verboten werden.

Bordellbesuche von Männern sei weniger eine Frage der Moral, sagte die SPD-Politikerin. Es gehe viel mehr um Rechte von Männern und Frauen, die in der Prostitution ausgebeutet werden. "Für jede Pommesbude gelten in Deutschland strengere Auflagen als für Bordelle." Es dürfe den Besuchern nicht völlig egal sein, welche Bedingungen dort herrschen.

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