KiK stellt eine Million Dollar für Einsturz-Opfer in Bangladesch bereit

Jahresrückblick 2013 - Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh

Foto: dpa/Abir Abdullah

KiK stellt eine Million Dollar für Einsturz-Opfer in Bangladesch bereit
Knapp ein Jahr nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikhochhauses in Bangladesch hat der Textildiscounter KiK eine Million US-Dollar (725.000 Euro) für betroffenen Familien bereitgestellt.
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Damit sollten die Folgen für die Opfer des größten Unglücks in der Textilindustrie in Bangladesch gelindert werden, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Bönen bei Hamm mit. Mit dem Geld seien Projekte mit Hilfswerken geplant. In einen Rana-Plaza-Fonds der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zahlte KiK zusätzlich 500.000 Dollar ein.


Beim Einsturz des Gebäudes in Savar nahe der Hauptstadt Dhaka am 24. April 2013 waren mehr als 1.130 Menschen getötet worden, vor allem Textilarbeiterinnen. Mehr als 1.500 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. In dem Hochhaus wurden auch Kleidungsstücke für Europa produziert.

KiK betonte, zum Zeitpunkt des Unglücks keine direkte Geschäftsbeziehung zu Fabriken in dem Gebäude unterhalten zu haben. Dennoch sei es dem Unternehmen wichtig, die Produktionsbedingungen in Bangladesch nachhaltig und langfristig zu verbessern.

Arbeitsrechtsaktivisten beklagen unterdessen zu geringe Hilfen. Die Kampagne für saubere Kleidung erklärte am Mittwoch, von den benötigten 40 Millionen Dollar seien erst sieben Millionen Dollar in den UN-Fonds eingezahlt worden: "Deutsche Textilunternehmen wie Adler Modemärkte, NKD, Kids for Fashion, Güldenpfennig oder Benetton aus Italien, die sich mit Ware aus Rana Plaza beliefern ließen, haben noch nicht bezahlt."

Kampagnen-Sprecherin Frauke Banse bedauerte, dass KiK nicht mehr in den UN-Fonds einzahle, der nach überprüfbaren und fairen Kriterien den Überlebenden und Angehörigen der Opfer Hilfe leisten werde.

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