De Maizière will Islamkonferenz ändern

De Maizière will Islamkonferenz ändern
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) will die Deutsche Islamkonferenz in ihrer alten Form nicht wiederaufleben lassen.

"Eine reine Wiederholung der Islamkonferenz angesichts der Debatten in den vergangenen Jahren halte ich nicht für sinnvoll", sagte de Maizière der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Er kündigte an, noch im Januar die muslimischen Verbände in Deutschland zu einem Gespräch einzuladen, um ihre Meinung zur Fortsetzung der Konferenz zu hören.

Bei dieser Gelegenheit sollten die Verbände ihre Vorstellungen darüber präsentieren, was sie von der Konferenz erwarteten und welche Themen sie dabei im Auge hätten, sagte der Minister. Wenn es eine neue Konferenz geben sollte, müsse sie nicht unbedingt Islamkonferenz heißen. "Wie wir das nennen, müssen wir dann sehen."

Im September 2006 hatte der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur ersten Sitzung der Deutschen Islamkonferenz eingeladen. Im vergangenen Jahr war die Konferenz unter de Maizières Amtsvorgänger Hans-Peter Friedrich (CSU) im Streit darüber auseinandergegangen, ob die Konferenz weiter vom Innenministerium geführt werden soll. Zudem war strittig, ob Sicherheitsfragen und Extremismus im Vordergrund stehen dürften. "Ich möchte, dass wir über den Weg zu guten Ergebnissen streiten, aber nicht über die Konferenz und deren Zusammensetzung", sagte de Maizière.

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