Papst spendet Segen "Urbi et Orbi" - Ende des Syrien-Krieges gefordert

Papst spendet Segen "Urbi et Orbi" - Ende des Syrien-Krieges gefordert
In seiner Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus zu einem Ende des Blutvergießens in Syrien aufgerufen. Der Bürgerkrieg in dem arabischen Land schüre immer mehr Hass und Rache, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch: "Verlieren wir nie den Mut zu sagen, Herr, schenke deinen Frieden der syrischen Nation."

Von der Mittelloggia des Petersdoms aus spendete er vor Zehntausenden Menschen den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis). Die Weihnachtsbotschaft des im März gewählten Papstes wurde in rund 50 Länder live übertragen.

Angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen aus Syrien und zahlreichen afrikanischen Ländern forderte der Papst die wohlhabenden Staaten auf, mehr Migranten aufzunehmen. "Mögen Tragödien wie die mit zahlreichen Toten in Lampedusa nie wieder geschehen", sagte er. Anfang Oktober waren bei zwei Schiffsunglücken vor Lampedusa rund 400 afrikansiche Flüchtlinge ertrunken.

Neben dem Syrien-Krieg ging der Papst auch auf zahlreiche weitere Konflikte in Nahost und Afrika ein. Abweichend von seinem Redetext forderte er ausdrücklich auch die Nichtgläubigen auf, nach Frieden zu streben.

Papst: Hoffnung auf eine Lösung des Nahostkonfliktes

Unter anderem äußerte er die Hoffnung auf eine Lösung des Nahostkonfliktes. Die Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern sollten "zu einem glücklichen Ende kommen", sagte er.

Besorgt zeigte er sich überdies über die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik. Dort lebten zahlreiche Menschen ohne Zugang zu Wasser und Nahrungsmitteln unterhalb des Existenzminimums. Auch die Gewalt im Südsudan und Nigeria müsse enden. Franziskus erinnerte auch an die Verfolgung von Christen in mehreren Erdteilen.

Besonders wehrlos sind nach den Worten des Papstes Kinder kriegerischer Gewalt ausgesetzt. Viele von ihnen würden "entführt, verletzt und getötet, zu Soldaten gemacht und damit ihrer Kindheit beraubt", beklagte Franziskus.

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