Kindernothilfe zeichnet sieben Journalisten aus

Kindernothilfe zeichnet sieben Journalisten aus
Die kirchliche Hilfsorganisation Kindernothilfe hat am Freitagabend in Berlin zum 15. Mal ihre Medienpreise verliehen. Sieben Journalistinnen und Journalisten wurden in fünf Kategorien für Beiträge über Kinder als Opfer von Gewalt und Ausbeutung ausgezeichnet.

Schirmherrin Christina Rau sagte: "Die Berichterstattung zum Taifun 'Haiyan' zeigt einmal mehr, wie sehr wir hochklasssige Journalisten brauchen." Not, Elend und Ungerechtigkeiten dürften nicht ungesehen bleiben, sagte die Frau des verstorbenen Bundespräsidenten Johannes Rau (1931-2006).

Wie im Vorjahr gewann Wolfgang Bauer den Preis in der Kategorie Print, 2013 für den Artikel "Das Unheil von Lowiha" in der Wochenzeitung "Die Zeit" zum Thema Abtreibung. Katharina Nickoleit errang die Auszeichnung im Hörfunkbereich für einen WDR5-Beitrag zum Thema Kinderarbeit mit dem Titel "Verbotene Realität". Die Fernsehjournalisten Henriette Bornkamm und Carl A. Fechner bekamen ihren Preis für den ARD-Film "Weil ich länger lebe als du!" Sie zeigen, wie sich Kinder in Deutschland, Irak und Kenia gegen Ungerechtigkeit engagieren.

Gala mit Nikolaus Schneider

Der Fotograf Christian Werner wurde von der Kindernothilfe für die Bilderstrecke "Die Kinder im Staub" im Magazin "Der Spiegel" geehrt. Schülerinnen und Schüler in einer Kinderjury verliehen zum zweiten Mal einen eigenen Preis. Er ging an Anja Kömmerling und Thomas Brinx für den Film "Missbraucht", der im Kinderkanal KIKA gelaufen ist.

Die Einzelpreise sind mit je 2.500 Euro dotiert. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Beisein Prominenter aus Kultur und Medien verliehen. Zu den Laudatoren zählten auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, und der frühere Bundesminister Norbert Blüm (CDU).

Die Kindernothilfe mit Sitz in Duisburg unterstützt nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in 29 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas in derzeit 945 Projekten. Der Verein gehört der Diakonie an.

 

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