Bangladesch will Textilfabriken besser schützen

Bangladesch will Textilfabriken besser schützen
Bangladesch und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) wollen mit einem Schutzprogramm neue Katastrophen in der Textilindustrie verhindern.

Rund 24 Millionen US-Dollar sollen für Sicherheitsvorkehrungen und Inspektionen in den Fabriken des asiatischen Landes ausgegeben werden, teilte die ILO am Dienstag in Genf mit.

Das Programm ist auf dreieinhalb Jahre ausgelegt und wurde zusammen mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern erstellt. Die Arbeitsbedingungen und die Rechte der Belegschaften sollen verbessert werden. Zudem werden Rehabilitierungsanstrengungen und Schulungen von Opfern der Rana-Plaza- und der Tazreen-Katastrophe finanziert.

Im April starben beim Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes bei Dhaka, in dem Textilfabriken untergebracht waren, mehr als 1.100 Menschen. Es war eines der schlimmsten Industrieunglücke weltweit. Bei dem Feuer in der Tazreen-Fashions-Fabrik in der Nähe von Dhaka kamen im November 2012 mehr als 110 Menschen ums Leben.

Die Unglücke lösten weltweit Entsetzen aus und brachten westliche Textilfirmen in Erklärungsnot. Viele Unternehmen aus Europa und den USA lassen ihre Waren zu Billigpreisen in Bangladeschs Fabriken herstellen, die oft nicht den geringsten Sicherheitsanforderungen genügen. Nach den Unglücken wurden Schutz-Initiativen gestartet. Doch starben bei einem Feuer in einer Kleiderfabrik in diesem Monat in der Nähe von Dhaka wieder mehrere Menschen.

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