Vier entführte Helfer in Syrien freigelassen

Vier entführte Helfer in Syrien freigelassen
Einen Tag nach der Entführung von sieben humanitären Helfern im Bürgerkriegsland Syrien sind vier der Verschleppten wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Ewan Watson, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf.

Es handele sich um drei Mitarbeiter des IKRK und einen Freiwilligen des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes. Um das Leben der drei noch entführten IKRK-Mitarbeiter müsse man jedoch weiter bangen. Angaben über die Entführer machte Watson nicht.

Kriminelle Akte wie das Verschleppen der Helfer gefährdeten die Arbeit des Roten Kreuzes für die bedürftigen Menschen, sagte der Sprecher. Das IKRK und der Syrische Arabische Rote Halbmond kümmerten sich um Hunderttausende Opfer des seit mehr als zwei Jahren tobenden Konflikts. Die Neutralität der Organisationen erlaube es, ohne Ansehen der Person zu helfen.

Die sechs Mitarbeiter des IKRK sowie der Freiwillige des Roten Halbmondes waren am Sonntagmorgen in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens entführt worden. Sie befanden sich auf dem Rückweg nach Damaskus. Das Team hatte zuvor Krankenhäuser und Gesundheitsstationen inspiziert und Medikamente ausgeliefert. 

Humanitäre Helfer und medizinisches Personal waren im syrischen Bürgerkrieg schon häufig Opfer von Entführungen und Angriffen. Das Rote Kreuz und die UN fordern alle Seiten des Konflikts auf, Helfer und auch Zivilisten zu schonen. In dem Bürgerkrieg zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und verschiedenen Rebellengruppe wurden seit März 2011 bereits mehr als 100.000 Menschen getötet. Mehrere Millionen sind auf der Flucht.

 

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