Opfer von Drohnenangriffen in Pakistan sollen nicht anonym bleiben

Opfer von Drohnenangriffen in Pakistan sollen nicht anonym bleiben
Pakistans Drohnenopfer sollen nicht länger anonym bleiben: Eine britische Journalistenorganisation will untersuchen, wer genau bei den US-Luftangriffen aus Drohnen an der afghanischen Grenze ums Leben kam, wie pakistanische Medien am Mittwoch berichteten.

Die Angriffe aus ferngesteuerten, unbemannten Flugzeugen gegen tatsächliche oder vermeintliche Terroristen sind sehr umstritten. Kritiker wenden ein, dass auch Zivilisten getötet werden.

Die mit Spenden finanzierte Journalisteninitiative veröffentlichte die erste Liste mit 550 Opfern. Den Angaben zufolge sind es 255 mutmaßliche Terroristen und 295 Zivilisten, darunter 95 Kinder und zwei Frauen. Für das Projekt "Den Toten einen Namen geben" werden bereits seit zwei Jahren Informationen gesammelt. Bislang seien 2.500 Menschen in Pakistan durch Drohnenangriffe ums Leben gekommen, darunter um die 400 Zivilisten, heißt es.

Die USA bekräftigen, dass Drohnen präzise und effizient im Terror-Krieg seien. Der Geheimdienst CIA veröffentlicht allerdings kaum Informationen, so dass die Angaben nicht zu überprüfen sind. Die Identität der Opfer bleibt zumeist im Dunkeln.

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