Mehr als 140 Tote bei Islamistenangriff in Nigeria

Mehr als 140 Tote bei Islamistenangriff in Nigeria
Beim jüngsten Angriff von Islamisten der Terrororganisation Boko Haram im Norden Nigerias sind nach Medienberichten mehr als 140 Menschen getötet worden. Innerhalb von zwei Tagen seien fast 150 Leichen gefunden worden, meldete die nigerianische Zeitung "This Day" am Freitag unter Berufung auf Behördenangaben.

Extremisten hatten am Dienstag den Ort Benisheik und eine Verbindungsstraße im Bundesstaat Borno angegriffen. Augenzeugen zufolge sollen es rund 300 Kämpfer gewesen sein.

Boko Haram kämpft seit 2009 mit terroristischen Methoden für die Einführung des islamischen Rechts im Norden des westafrikanischen Landes. Nach Angaben der Regierung sollen der Gruppe bereits mehr als 1.400 Menschen zum Opfer gefallen sein. Das Militär geht seit Mai mit großer Härte gegen Boko Haram vor.

Enger Kontakt mit Al-Kaida

Die Bewegung, deren Name übersetzt "Westliche Bildung ist Sünde" bedeutet, wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht. Zuletzt richteten sich ihre Attentate gezielt gegen Bürgerwehren, die zum Schutz gegen die Islamisten gebildet wurden. Boko Haram gilt als größte Gefährdung für die Einheit Nigerias, des mit 170 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Landes in Afrika. Die Organisation steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida. Rund die Hälfte der Nigerianer sind Muslime, etwa 40 Prozent bekennen sich zum Christentum.

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