Evangelische Kirchen engagieren sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus

Rechtsextremismus

Foto: dpa/Bernd Thissen

Evangelische Kirchen engagieren sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus
Das Engagement der evangelischen Landeskirchen gegen Rechtsextremismus soll künftig in Berlin vernetzt werden.

Wie die Evangelische Akademie Berlin am Donnerstag mitteilte, wird zum 1. November der im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geschaffene Arbeitsbereich "Demokratische Kultur und Kirche" mit einem Leiter besetzt. Die Leitung übernimmt der Rechtsextremismus-Experte und langjährige Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Christian Staffa.

Die neue Stelle soll kirchliche Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus bundesweit sichtbar machen und die Vernetzung untereinander unterstützen. "Die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus gehört zum Profil Evangelischer Akademien", betonte Akademie-Direktor Rüdiger Sachau. Insbesondere in den ostdeutschen Einrichtungen sei Erfahrung im Bereich Prävention und Beratung vorhanden.

Vor einem Jahr hat die Evangelische Akademie Berlin bereits die Stelle "Demokratische Kultur und Kirche im ländlichen Raum" geschaffen. Studienleiter ist Heinz-Joachim Lohmann, der als Superintendent in Brandenburg Aktionen gegen Rechtsextreme initiiert hatte.

Christian Staffa wurde 1959 in Essen geboren und studierte in Berlin, Tübingen und Prag evangelische Theologie. Seit 1999 war er Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen. Seit 2011 ist der promovierte Theologe Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus.
 

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