Zwölfte "Faire Woche" eröffnet - Hunderte Aktionen in ganz Deutschland werben für gerechten Handel

Zwölfte "Faire Woche" eröffnet - Hunderte Aktionen in ganz Deutschland werben für gerechten Handel
Mit rund 2.500 Veranstaltungen in ganz Deutschland werben Weltläden und Aktionsgruppen bis Ende September für den fairen Handel.

Zur Eröffnung der "Fairen Woche" am Freitag in Berlin begrüßte das Forum Fairer Handel die wachsende Beliebtheit von gerecht gehandelten Produkten: Die Verbraucher in Deutschland kauften im vergangenen Jahr faire Ware im Rekordwert von 650 Millionen Euro, wie Robin Roth vom Vorstand des Forums erklärte. Das entspricht einer Steigerung um 35 Prozent.

Die nunmehr zwölfte "Faire Woche" steht unter dem Motto "Fairer Handel. Faire Chancen für alle" und betont den Nutzen für alle Generationen. Bis zum 27. September planen Weltläden, Supermärkte, Schulen, Gastronomen, Kirchen- und Umweltgruppen Verkostungen und zahlreiche andere Aktionen, um für den gerechten Handel zu werben. Die Veranstaltungsreihe steht unter Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP).

Fairtrade-Siegel "absolut verlässlich"

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerin, Gudrun Kopp (FDP), nannte den fairen Handel "ein Erfolgsrezept". Dahinter stecke ein großes Entwicklungspotenzial. Das Bundesentwicklungsministerium habe den gerechten Handel seit 2002 mit insgesamt zwölf Millionen Euro gefördert, unterstrich sie. Ziel müsse sein, die Verbraucher noch stärker auf die Bedeutung der fairen Ware aufmerksam zu machen. Bisher kaum bekannt sei etwa der steigende Anteil fair gehandelter Blumen. Kopp versicherte zugleich den Verbrauchern, dass das Fairtrade-Siegel "absolut verlässlich" sei. Damit würden inzwischen mehr als 2.000 Produkte ausgezeichnet, die bundesweit in rund 42.000 Verkaufsstellen erworben werden können.

Wichtigstes Produkt aus fairer Herstellung bleibt unterdessen weiter der Kaffee. Er macht allein über 40 Prozent des Gesamtabsatzes deutscher Fair-Handels-Importeure aus. Gemessen am gesamten deutschen Kaffeekonsum liegt der Anteil allerdings nur bei 2,3 Prozent.

"Rasantes Wachstum" für die gerechte Ware

Roth vom Forum Fairer Handel hob hervor, dass es in Deutschland seit Jahren "ein rasantes Wachstum" für die gerechte Ware gebe. Auch nehme die Produktvielfalt immer mehr zu. Der faire Handel soll den Produzenten im Süden ein höheres und verlässliches Einkommen garantieren, Bildungschancen für Kinder und eine bessere Gesundheitsversorgung sichern oder auch Maßnahmen zum Klimaschutz unterstützen. Verbrauchern in Deutschland biete er eine breite Auswahl hochwertiger Produkte und die Möglichkeit für bürgerschaftliches Engagement, werben die Initiatoren der "Fairen Woche".

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