Bundesregierung: Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ist Tabubruch

Bundesregierung: Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ist Tabubruch
Angesichts sich verdichtender Hinweise auf den Einsatz von Giftgas im syrischen Bürgerkrieg setzt die Bundesregierung auf eine geschlossene Reaktion der Weltgemeinschaft.

"Der mutmaßliche großflächige Einsatz von Chemiewaffen ist ein Tabubruch und eine schwere Verletzung der UN-Chemiewaffenkonvention", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es handele sich ohne Zweifel um ein entsetzliches Verbrechen, das geahndet werden müsse.

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Konkrete Schritte würden in enger Absprache mit Großbritannien, Frankreich und anderen europäischen Partnern abgesprochen. Das syrische Regime habe erst sehr spät einer Untersuchung des Vorfalls durch UN-Chemiewaffeninspektoren zugestimmt, ergänzte Seibert. Alle Indizien müssten nun geprüft werden. Es gebe allerdings keine Anhaltspunkte für die Unschuld des syrischen Diktators Baschar al-Assad. 

Die syrische Regierung hatte am Sonntag zugesagt, den Chemiewaffen-Inspekteuren der Vereinten Nationen am Montag Zugang zum Schauplatz des mutmaßlichen Giftgasangriffs zu gewähren. Nach Angaben der Opposition kamen bei dem Angriff in der vergangenen Woche mehr als 1.000 Menschen ums Leben. Die syrische Armee hat die Vorwürfe zurückgewiesen und die Rebellen für die Toten verantwortlich gemacht.