Westerwelle setzt sich für Homosexuellen-Rechte in Russland ein

Westerwelle setzt sich für Homosexuellen-Rechte in Russland ein
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) kritisiert die intolerante Haltung Russlands gegenüber Homosexuellen.

"Den Umgang mit Homosexuellen in Russland können wir nicht akzeptieren", schrieb Westerwelle in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin "Focus". "Wir beobachten die Entwicklung in Russland sehr genau und halten mit unserer Meinung nicht hinter dem Berg."

Ein Klima der Intoleranz und der Einschüchterung habe in einer modernen Gesellschaft keinen Platz, unterstrich der Minister mit Blick auf das umstrittene russische Gesetz, das positive Äußerungen über Homosexualität in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Deutschland werde der Diskriminierung von Minderheiten immer entschieden entgegentreten, erklärte Westerwelle: "Dafür stehe ich auch persönlich ein."

Westerwelle betonte erneut, dass er ein Boykott der olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi ablehne. Dies wäre kontraproduktiv. Vielmehr lenkten Großereignisse wie die olympischen Spiele die Aufmerksamkeit der Welt auch auf Missstände. "Das wird auch in Sotschi so sein." Es wäre falsch, denen das Feld zu überlassen, die gegen Toleranz und Minderheitenschutz seien.

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