Mali wählt nach Putsch neuen Präsidenten

Mali wählt nach Putsch neuen Präsidenten
Gut ein Jahr nach dem Militärputsch in Mali wählt das westafrikanische Land heute (Sonntag) einen neuen Präsidenten.

Damit soll die politische Krise überwunden werden, die mit dem Putsch vom März 2012 begann. Islamistische Milizen und Tuareg-Rebellen nutzten damals das politische Vakuum und besetzten den Norden des Landes, bis sie mit Hilfe französischer Truppen Anfang des Jahres zurückgedrängt wurden.

Bis vor kurzem galt der Ausnahmezustand, Kritiker halten die Abstimmung über die Nachfolge von Übergangspräsident Dioncounda Traoré für verfrüht. Um das Präsidentenamt bewerben sich knapp 30 Kandidaten. Zur Stimmabgabe sind rund sieben Millionen Malier aufgerufen, knapp die Hälfte der Bevölkerung. Die 12.600 Mann starke UN-Blauhelmmission in Mali soll den Urnengang sichern helfen.

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Zur deutschen Delegation gehören der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster und der Vorsitzender des Zentralrats der Sinti und Roma, Romani Rose (von rechts).
Es ist ein einmaliges Gedenken: Vertreter der evangelischen Kirche und des Zentralrats der Juden erinnern gemeinsam mit Sinti und Roma an die Schoa und an den Völkermord an den Sinti und Roma - in Auschwitz, dem Ort des Zivilisationsbruchs.