Die Initiative Arbeiterkind.de wirbt für Uni-Besuch

Die Initiative Arbeiterkind.de wirbt für Uni-Besuch
Die Berliner Initiative Arbeiterkind.de hat dazu ausgerufen, Kinder aus nicht-akademischen Familien noch stärker zu einem Studium zu ermuntern.

"Deutschland geht viel Potential verloren", sagte Geschäftsführerin Katja Urbatsch am Montag in Berlin. Noch immer entschieden sich viele Kinder aus Arbeiterhaushalten trotz Abitur nur für eine betriebliche Ausbildung.

Seit der Gründung von Arbeiterkind.de vor fünf Jahren ist die Initiative nach eigenen Angaben zum größten Netzwerk für Studierende aus nicht-akademischen Haushalten herangewachsen. Mittlerweile betreuten rund 5.000 Mentoren Schüler und Studenten in ganz Deutschland. Die Initiative hatte ursprünglich als reines Internetangebot begonnen, bietet aber mittlerweile in etwa 70 Lokalgruppen bundesweit Beratung, Vorträge und Begleitung während des Studiums an.

"Arbeiterkindern fehlen häufig Vorbilder in der eigenen Familie", erklärte Urbatsch die Idee zur Gründung der Initiative. Zudem befürchteten gerade die Eltern häufig, dass ein Studium mit schlechteren Berufsaussichten einhergehe. Daher würden sie den eigenen Kindern noch immer eher zur beruflichen Ausbildung raten.

Laut einer Studie des deutschen Studentenwerks nehmen von 100 Akademikerkindern 71 ein Studium auf. Bei Kindern aus Arbeiterhaushalten gehen lediglich 24 von 100 an die Universität. Dabei haben etwa doppelt so viele Abitur, hieß es.

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