Afrikanische Union bittet UN um Sondermittel für Mali-Einsatz

Afrikanische Union bittet UN um Sondermittel für Mali-Einsatz
Die Afrikanische Union hat die Vereinten Nationen dringend um vorübergehende finanzielle Hilfe für den internationalen Unterstützungseinsatz für Mali gebeten.

Wie der französische Sender RFI am Samstag berichtete, kam der AU-Sicherheitsrat am Freitag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba vor einem Gipfeltreffen der Union zusammen. Die Staats- und Regierungschefs tagen ab Sonntag für zwei Tage. Die Krise in Mali ist eins der wichtigsten Themen auf der Tagesordnung.


Der AU-Sicherheitsrat forderte außerdem eine massive Verstärkung der Mali-Mission. Andernfalls könne sie ihren Auftrag nicht erfüllen, erklärte der Friedens - und Sicherheitskommissar der AU, Ramtane Lamamra. Der UN-Sicherheitsrat erteilte im Dezember das Mandat für eine 3.300 Mann starke Truppe. Die Afrikanische Union forderte den UN-Sicherheitsrat dem Bericht zufolge auf, eine neue Resolution zu verabschieden.

Elf afrikanische Staaten sind demnach zur Entsendung von Soldaten bereit. Würden alle Zusagen eingehalten, könnte die MISMA 6.000 Mann stark werden. 2.000 Soldaten trafen bereits in Mali ein. Dort kämpfen sie an der Seite der französischen und malischen Arme gegen mehrere islamistische Milizen. Wie die afrikanische Eingreiftruppe finanziert werden soll, ist nach wie vor offen. Um die Mittel für den Militäreinsatz aufzubringen, findet am Dienstag in Addis Abeba eine internationale Geberkonferenz statt.

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