Uschi Glas wurde wegen ihres evangelischen Glaubens verlacht

Uschi Glas wurde wegen ihres evangelischen Glaubens verlacht
Die Schauspielerin Uschi Glas ist nach eigener Darstellung als Kind wegen ihres evangelischen Glaubens ausgegrenzt worden.
08.01.2013
Christiane Ried und Achim Schmid
epd

"Wir als Evangelische waren ja Ketzer", sagte Glas, die im tiefkatholischen Niederbayern aufgewachsen ist, in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dass sie als Kind dafür verlacht wurde, habe sie als "heftig" empfunden.

Die Erfahrung, wegen ihrer Konfession oder ihres dunklen Teints diskriminiert zu werden, habe sie "rebellisch" gemacht, sagte die Schauspielerin. "Deshalb hinterfrage ich immer." Das sei auch ihr Problem in der 68er-Zeit gewesen, als sie sich der Bewegung nicht anschließen wollte und lieber die CSU-Größe Franz Josef Strauß unterstützte. "Die Haltung war damals wahnsinnig undemokratisch: Entweder du machst mit oder du bist draußen." Sie habe nicht blind "im Gleichschritt" mitrennen wollen.

"Klar, dass wir sterben müssen"

Angst vor dem Tod oder dem Alter hat Uschi Glas, die im nächsten Jahr 70 wird, nicht. "Ich lebe richtig gern. Es ist klar, dass wir alle sterben müssen." Dadurch habe sie gelernt, keine Zeit zu "verplempern". Das Leben empfinde sie als etwas sehr Wertvolles. Sich vor Krankheit, Alter oder Tod zu fürchten, sei ein "Krampf".

Die Schauspielerin gab zu, Probleme mit Klatschartikeln über sich zu haben. "Wenn ich kann, lese ich keine Artikel über mich. Denn wenn du damit anfängst, verletzt es dich." Das bringe nichts außer der Sorge, dass die ganze Welt auf einen schaue. Dennoch möchte sie sich in diesem Punkt kein "dickes Fell" zulegen. "Ich möchte sensibel bleiben", sagte Glas.