Dachverband: Hohe Tarifbindung in der Diakonie

Dachverband: Hohe Tarifbindung in der Diakonie
Die Diakonie weist Vorwürfe zurück, sich durch Ausgliederungen in ihren Sozialbetrieben Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Erste Ergebnisse einer eigenen Untersuchung wiesen auf eine geringe Ausgliederungsdichte hin, teilte der Bundesverband der Diakonie am Donnerstag in Berlin mit. Zudem werde in den überwiegenden Fällen von Ausgliederungen kirchlich-diakonisches Arbeitsrecht angewendet.

Am Mittwoch war eine kritische Studie der Hans-Böckler-Stiftung vorgestellt worden, nach der es in diakonischen Unternehmen gang und gäbe ist, Geschäftsfelder auszugliedern und Mitarbeiter dort schlechter zu bezahlen. Die Diakonie betonte, der Einsatz der Evangelischen Kirche und ihres Sozialverbandes, das eigene Arbeitsrecht flächendeckend durchzusetzen, zeige Erfolg: "Bereits jetzt hat die Diakonie mit weit über 80 Prozent eine der höchsten Tarifbindungen in Deutschland."

Der Verband sieht durch die Studie seine Einschätzung bestätigt, dass Leiharbeit kein flächendeckendes Phänomen in der Diakonie ist. Leiharbeit werde nur zur Abdeckung von Arbeitsspitzen genutzt. "Das zeigt auch eine Umfrage in der Diakonie, die im Herbst herausgegeben wird", heißt es in der Mitteilung.

Schließlich betont der evangelische Sozialverband, dass das eigene Arbeitsrecht, der Dritte Weg, den Mitarbeitern diene. Vergleiche mit den anderen Wohlfahrtsträgern und dem privaten Sektor zeigten, "dass die Diakonie auf diesem Wege eine weit höhere Bindung an die kirchlich diakonischen Tarife erreicht." Auch Tarifvergleiche mit anderen Arbeitgebern im Gesundheits- und Sozialwesen belegten das.

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