Zum dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, an die Opfer und Geiseln des Terrorangriffs erinnert. Der Terrorangriff habe 1.200 Menschen das Leben gekostet, sagte sie laut Mitteilung am Dienstag in Hannover. Sie denke "an die Überlebenden und Angehörigen, die bis heute mit Trauer und den Folgen des Erlittenen leben".
Fehrs zeigte sich erschrocken über den zunehmenden Antisemitismus weltweit. "Uns empört die Welle des antisemitischen Hasses, die durch Deutschland, Europa und die Welt zieht gegen Juden und Jüdinnen, die zunehmend in ihren Lebensräumen bedroht sind", sagte die Hamburger Bischöfin laut einer Pressemitteilung der EKD.
Auch Solidarität mit Palästinenser:innen
Die Bischöfin verwies auch auf das Leid der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen. Die Trauer um die Opfer des 7. Oktober werde nicht kleiner, wenn zugleich der Opfer des Krieges in Gaza gedacht werde, sagte sie. Beides dürfe nicht gegeneinander aufgerechnet werden. "Unsere Anteilnahme am Leid dieser palästinensischen Bevölkerung nimmt nichts von unserer Solidarität mit den Menschen in Israel."
Beim Terrorangriff der Hamas waren rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 240 in den Gaza-Streifen verschleppt worden. Der 7. Oktober 2023 gilt als der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Der Angriff führte zum Krieg zwischen Israel und der Hamas, dem im Gaza-Streifen Zehntausende Menschen zum Opfer fielen.




