Polizisten gehen in Thüringen auf Pilgertour

Polizei auf Pilgerweg
Hendrik Schmidt/dpa/Hendrik Schmidt
Mal raus aus dem belastenden Alltag: In Thüringen können Mitarbeitende der Polizei beim Pilgern neue Impulse bekommen.
Den Kopf frei bekommen
Polizisten gehen in Thüringen auf Pilgertour
Raus aus dem Polizeialltag, rein in die Natur: Bei einer mehrtägigen Pilgerwanderung suchen Thüringer Polizist:innen Zeit für sich, Gespräche und neue Impulse. Die Nachfrage nach solchen Angeboten wächst.

Voraussichtlich 20 Polizist:innen aus Thüringen sind ab Montag fünf Tage lang auf dem Tälerpilgerweg im Saale-Holzland-Kreis unterwegs. Die Pilgerwanderung dauere bis zum 2. Oktober und steht in diesem Jahr unter dem Motto "Beziehungen", teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland in Erfurt mit.

Nach Angaben des evangelischen Polizeiseelsorgers Christoph Backhaus gibt es während der Wanderung dreimal täglich Impulse. Außerdem sei jeweils eine Stunde Pilgern im Schweigen vorgesehen.

Die Teilnehmer:innen sollen sich dabei mit Beziehungen zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu Gott und zur Welt beschäftigen. In der freien Natur hätten sie die Möglichkeit, sich für neue Themen zu öffnen.

Miteinander ins Gespräch kommen

Backhaus zufolge soll die gemeinsame Wanderung den Teilnehmer:innen ermöglichen, Abstand vom Arbeitsalltag zu gewinnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben ihm begleitet der methodistische Polizeiseelsorger und Pfarrer Mathias Ziebold die Gruppe.

Die mehrtägige Pilgerwanderung für Polizist:innen wurde vor drei Jahren erstmals angeboten. Wegen der positiven Resonanz wurde das Angebot in diesem Jahr um einen Tag verlängert.

Seit mehr als zehn Jahren wird zudem ein ökumenischer Pilgertag der Polizei organisiert, der in diesem Jahr bereits am 10. September veranstaltet wurde. Das Interesse an diesem Angebot nimmt stetig zu: aus anfangs etwa 15 Wandernden sind jetzt mehr als 100 geworden.

Die Polizeiseelsorge steht Beschäftigten der Polizei und deren Angehörigen für Gespräche und seelsorgerliche Begleitung zur Verfügung. Sie unterstützt auch nach besonders belastenden Arbeitssituationen, schweren Unfällen und schwierigen Einsatzlagen.