Jeder Ton steht für ein verlorenes Leben

Berliner Dom mit Friedrichbrücke
Katharina Dorn
Im Berliner Dom sollen 1.500 Klänge erklingen.
Klangprojekt für Kriegsopfer
Jeder Ton steht für ein verlorenes Leben
Die Kunstintervention Sounds of Loss will das globale Sterben in Kriegen erfahrbar machen. In Berlin findet die 49-stündige Aktion unter anderem im Dom statt.

Mit der Kunstaktion "Sounds of Loss" soll vom 20. bis 22. September international auf die täglichen Toten von Kriegen aufmerksam gemacht werden. Im Berliner Dom sollen 1.500 Klänge an die Zahl von Menschen erinnern, die statistisch gesehen im Verlauf eines Tages in Kriegen sterben, teilte die Kunstaktion am Montag mit. Die 49-stündige Kunstintervention wurde vom deutschen Medienkünstler Philip Gröning geschaffen.

Medienkünstler Philip Gröning

Die individuell aufgenommenen Klick- und Klopfgeräusche sollen den Angaben nach weltweit in bestehende Abläufe und Veranstaltungen integriert werden. In New York City sollen sie in der Kathedrale St. John the Divine erklingen, während dort die Antrittsrede des designierten Präsidenten der UN-Generalversammlung gehalten wird. Die Generalversammlung der UN hat den 21. September im Jahr 2001 zum Weltfriedenstag bestimmt.

Spielorte in Verona, Singapur und Melbourne

Weitere Spielorte seien etwa die Kathedrale Santa Maria Matricolare von Verona, das Nationalmuseum Singapur, die St. Paul's Cathedral in Melbourne und die Zionskirche in Berlin.

Das "Sounds of Loss"-Projekt will laut eigenen Angaben "die sich fern unseres Lebensalltags vollziehende Realität des kontinuierlichen Sterbens in eine akustische Erfahrung" übersetzen.