Rechtsextreme beschmierten Gottesdienst- und Freitagsgebetsschild

Ein Schild mit dem Hinweis auf das Freitagsgebet steht am Ortseingang.
Lukas Barth-Tuttas/dpa
Das jüngst aufgestellte Schild sollte ein sichtbares Zeichen der gelebten Ökumene sein.
Penzberg Hinweisschild abgebaut
Rechtsextreme beschmierten Gottesdienst- und Freitagsgebetsschild
Nur zehn Tage nach ihrer Aufstellung ist die interreligiöse Schilderkombination am Ortseingang von Penzberg erneut beschädigt worden. Unbekannte hinterließen auf dem muslimischen Teil das Zeichen einer rechtsextremen Kleinstpartei.

Beamte der Polizeiinspektion Penzberg hätten am Freitagmorgen festgestellt, dass das Schild mit Schmierschriften beschädigt worden sei, teilte die Bayerische Polizei in einer Pressemitteilung vom Freitag mit.

Das Schild sei sichergestellt worden. Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim habe unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen übernommen.

Die Schilder-Kombination zu den Gottesdienstzeiten von katholischer, evangelischer und islamischer Gemeinde war am 22. Juli am Ortseingang Penzberg aufgestellt worden. Sie sollte ein Zeichen der gelebten Ökumene sein.

Bereits am vergangenen Wochenende war der Hinweis auf das muslimische Freitagsgebet von Unbekannten mit schwarzer Farbe übersprüht worden. Der Bauhof Penzberg hatte das Schild anschließend gereinigt. Die neue Beschädigung zeigt das Symbol der laut Bundeszentrale für politische Bildung als rechtsextrem und neonazistisch eingestuften Kleinstpartei "Der III. Weg".
Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei bittet laut Mitteilung um Zeugenhinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge am Tatort im Zeitraum von 1.50 Uhr bis 6.45 Uhr in der Nacht auf Freitag. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.