Weimar (epd). Das jüdische Kulturfestival Yiddish Summer Weimar startet am Samstag in seine 26. Ausgabe. Geplant sind Workshops, Konzerte und internationale Begegnungen. Das diesjährige Festival steht unter dem Leitmotiv „Yiddish Wo:men - Another Story of Modernity“. Im Mittelpunkt stehen Beiträge jiddischsprachiger Frauen zur kulturellen und gesellschaftlichen Moderne, wie Kuratorin Diana Matut am Donnerstag in Weimar dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.
Erstmals in die Öffentlichkeit werde das Festival am 16. Juli mit einem Konzert des 30-köpfigen Yiddish Summer Ensembles auf dem Weimarer Herderplatz treten. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus der Türkei, Griechenland und Deutschland verbinden laut Matut traditionelle jiddische Musik mit zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen. Vor dem Auftakt in Weimar trete das Ensemble in Thessaloniki auf.
Drei Uraufführungen im Programm
Einen Schwerpunkt der Festivals bilden drei von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Uraufführungen. Dazu zählen das Musiktheaterstück „Togbukh“ über die jiddische Schauspielerin Rose Shoshana Kahan (1895-1968) und ihre Zeit im Shanghaier Ghetto der 1940er Jahre sowie das Projekt „Her“ mit neuen Vertonungen jiddischer Frauenlyrik. Präsentiert wird auch eine Online-Ausstellung zur Geschichte jiddischsprachiger Frauen und des Buches.
Die Veranstaltungen finden in Weimar, Erfurt, Eisenach sowie an weiteren Orten in Thüringen, Griechenland, der Türkei und Sachsen statt. Insgesamt umfasst das Programm 97 Veranstaltungen. Den Abschluss des Festivals bildet am 15. August der traditionelle Tanz-Ball.




