EU-Klimadienst: Rekordhitze im Juni gemessen

EU-Klimadienst: Rekordhitze im Juni gemessen
Der vergangene Juni verdeutlicht erneut die drastischen Folgen des Klimawandels. In Westeuropa wurde der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Bonn, Brüssel (epd). Der Juni 2026 war nach Daten des EU-Klimadienstes Copernicus der heißeste Juni, der jemals in Westeuropa gemessen wurde. Weltweit sei der Juni der zweitwärmste jemals gemessene Monat gewesen, teilte der vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) betriebene Klimadienst am Donnerstag in Bonn mit. Europa sei im Juni von extremer Hitze zu Land und zu Wasser heimgesucht worden, wobei ein Großteil Westeuropas eine rekordbrechende Hitzewelle erlebt habe.

Der Monat war den Angaben zufolge von Temperaturen nahe Rekordwerten geprägt, die durch die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen Meeresoberflächentemperaturen verursacht wurden. Weltweit sei die monatliche durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur für die Ozeane außerhalb der Polarregionen die höchste gewesen, die jemals im Juni gemessen wurde.

Hitzewelle brach Temperaturrekorde

Die Hitzewelle im Juni brach laut Copernicus in mehreren europäischen Ländern monatliche und historische Temperaturrekorde und trug zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen bei, darunter auch hitzebedingte Todesfälle. Die Abfolge von Hitzewellen verdeutliche die wachsende Herausforderung, die durch immer häufiger auftretende und intensivere Hitzeextreme in Europa und weltweit entsteht.

Samantha Burgess, Leiterin für strategische Klimaforschung beim EZMW, erklärte: „Der Juni 2026 hat deutlich gemacht, wie tiefgreifend sich das Klima verändert. Westeuropa verzeichnete den wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, und auch in den Weltmeeren hielt die Rekordwärme an.“ Zusammengenommen spiegelten diese Rekorde ein Klimasystem wider, das weiterhin Wärme speichert. Die Folge seien immer intensivere Hitzewellen, anhaltend warme Ozeane und wachsende Risiken für Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur.