Genf (epd). In den kommenden Monaten und darüber hinaus werden laut den UN Hitzewellen, Starkregen und andere extreme Wetterlagen weltweit mit steigender Wahrscheinlichkeit immer öfter auftreten. Das verstärkte Wetterphänomen El Niño sei eine der Ursachen für die Häufung, teilte die Weltorganisation für Meteorologie am Freitag in Genf mit.
El Niño werde auch zu einem zusätzlichen Anstieg der globalen Temperaturen führen, sagte der WMO-Wissenschaftler Alvaro Silva. Die globalen Temperaturen erreichten in El-Niño-Jahren normalerweise Rekordwerte.
Natürliches Phänomen
El Niño wird sich laut WMO von Juli bis September verstärken. Es handele sich um ein natürlich auftretendes Phänomen, das durch überdurchschnittlich hohe Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik gekennzeichnet sei.
El-Niño-Ereignisse treten demnach in der Regel alle zwei bis sieben Jahre auf und dauern meist zwischen neun und zwölf Monaten. Sie entwickeln sich laut den Angaben häufig zwischen März und Juni, erreichen ihren Höhepunkt zwischen November und Februar und üben ihren stärksten Einfluss auf die globalen Temperaturen im Jahr nach ihrem Beginn aus.




