Der Kontakt zu Kirchen weltweit und die Ökumene stehen im Mittelpunkt des ersten Begegnungsfestivals am 21. Juni in Ulm. Unter dem Motto "Über den Kirchturm hinaus" werden bis zu 1.000 Menschen zu dem Treffen um das Ulmer Münster herum erwartet, sagte Cornelia Hole, Fachreferentin für Mission im Stuttgarter Oberkirchenrat.
Das erste Begegnungsfestival solle dazu beitragen, dass sich Christen und Kirchen trotz eigener Probleme und Sorgen der internationalen Verantwortung und Verbindungen der Kirche bewusst bleiben. Die württembergische Landeskirche steht unter anderem in Partnerschaft mit evangelischen Kirchen in der Slowakei, Slowenien und Georgien sowie der Orthodoxen Diözese Cluj, dem früheren Klausenburg in Siebenbürgen.
Das Programm des Begegnungsfestivals umfasst neben der Eröffnung, bei der auch der Ulmer Oberbürgermeister Martin Ansbacher (SPD) sprechen wird, einen Festgottesdienst mit Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche, ein Bühnenprogramm mit Diskussionen und kulturellen Darbietungen sowie ein internationales gastronomisches Angebot.
Mit Info-Ständen präsentieren sich Initiativen und entwicklungspolitische und missionarische Organisationen wie Brot für die Welt, die Evangelische Mission in Solidarität (ems), das Deutsche Institut für ärztliche Mission (Difäm) und internationale Gemeinden wie die griechische, ungarische und kroatische Ulmer Gemeinde.
Sprung nach Augsburg?
Nach dem Auftakt in Ulm soll das Begegnungsfestival alle zwei Jahre in einem anderen württembergischen Kirchenbezirk stattfinden. Das nächste ist Hole zufolge 2028 in Vaihingen, und 2030 könne in einem ökumenischen Sprung über die bayerisch-württembergische Grenze an Augsburg als Austragungsort gedacht werden. Denn dort wurde vor 500 Jahren von den Protestanten die Confessio Augustana formuliert, die bis heute eine grundlegende Bekenntnisschrift für die weltweit rund 80 Millionen lutherischen Christen ist.




